Krenstetten / Sooß / Ulmerfeld
Digitalisiert unter dem Bezirksgericht St. Peter in der Au Buch 1 bis Buch 5:
- Gewährbuch I - 1791 bis 1840
- Gewährbuch II - 1841 bis 1851
- Gewährleistungsurkunden - 1841 bis 1851
- Grundbuch - 1795 bis 1880
- Satzbuch I - 1796 bis 1829
- Satzbuch II - 1830 bis 1853
- BG. Mank 12 Buch 2 - Einträge aus dem Zauchneramt 1807 bis 1843
Die zur Herrschaft Krenstetten/Sooss/Ulmerfeld dienstbaren Liegenschaften im Gemeindegebiet von Haag.
Die Herrschaft Krenstetten hat keinen eigenständigen Band in der Theresianischen Fassion. Vielmehr ist sie unter der Herrschaft Sooß mit Sitz südlich von Melk zu finden. Wenn man sich die Besitzungen von Sooß in der Theresiana ansieht, wird sichtbar, dass es zwei Herrschaftszentren gab. Eines um Sooß südlich von Melk und eines ganz im Westen von Niederösterreich zwischen Haag und Waidhofen/Ybbs.
Wenn man vergleicht, wer die Besitzer der Herrschaften Sooß und Krenstetten waren, dann taucht im 15. bis ins 18. Jahrhundert die Familie der Freiherren von Neidegg auf.
Die Familie der Neidegger war eine Ritterfamilie im Dienst der Herzöge von Österreich, die in den Herzogtümern Österreich, Steier, Kärnten und Krain sowie in der Grafschaft Tirol begütert war. Im damaligen Herzogtum Österreich gehörten der Familie zum Beispiel ausgedehnte Ländereien um Unterloiben (heute Teil der Gemeinde Dürnstein), darunter riesige Waldgebiete, die bis ins Waldviertler Hochplateau reichten bis zum Zobelholz und zum Harrerland. Außerdem gehörten ihr dort 35 "Urhäuser", 14 Lehen und 21 Hofstätten. Bekannt ist besonders jener Familienzweig, der seinen Sitz im Herzogtum Österreich hatte.
Diese Familie besaß übrigens auch die Herrschaft Ulmerfeld. Wahrscheinlich wurden die beiden Herrschaften aus organisatorischen Gründen zwischenzeitlich zusammengelegt.
Sooß (früher auch Soos) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Marktgemeinde Hürm in Niederösterreich. Das Dorf liegt fünf Kilometer westlich von Hürm an der Landesstraße L106. Auf der heutigen Burgruine, die unmittelbar westlich des Schlossparks von Schloss Sooß liegt, ist ab 1147 ein „Hermann de Sazze“ nachweisbar.

