Haus-Chroniken von Haag

Nach Katastralgemeinden - von damals bis heute

Franz Horn schreibt 1822 in seinem Buch "Die Poesie und Beredsamkeit der Deutschen" unter §121 folgendes:

"Nur im Fluge gedenken wir eines anderen Dichters... Ich meine den Freiherrn Wolf Helmhard von Hohenberg, welcher zuvörderst eine "Unvergnügliche Proserpina" und bald daruaf einen "Habsburgischen Ottobert" (d.h. Rudolf von Habsburg) in einem Heldenngedichte gefeiert hat.

Diese Feier ist aber gewissermaßen ganz im Stillen geblieben, denn es ist noch sehr die Frage, ob außer dem Verfasser und dem Setzer, noch jemand das Gedicht, welches unglücklicherweise aus vierzigtausen Alexandriner-Versen besteht, ganz durchgelesen hat.

Die Gesinnung des Verfasseres ist eine sehr reine, und seine VAterlandsliebe wohl gegründet. Aber sein Werk krankt an dem Fehler ermüdender Breite, sodaß sowohl die Zeitgenossen als die Folgezeit es fast gänzlich unbeachtet gelassen haben.

Auch ich, sonst sehr geneigt, mich gewisser vergessener Bücher anzunehmen, fühlte hier doch etwas von dem  murd´rous slumber und dessen leaden mace (Brutus in Shakspears Caesar nennt den schlummer "mörderisch" und leiht ihm eine "bleierne Keule". Akt 4, Szene 3) (1822)