Haus-Chroniken von Haag

Nach Katastralgemeinden - von damals bis heute

Erinnerung

Am 27.April 2010 fand um 10:00Uhr die Enthüllung einer Tafel  zur Erinnerung an den Todesmarsch statt. Im Kreuzungsbereich Wienerstraße-Linzerstraße-Bahnhofstraße wurde die Tafel nahe der Arkade angebracht. OSR Anna Kastner hat dieses Projekt im Zuge der Aufarbeiteung von  Ereignissen im 2.Weltkrieg angeregt und durchgeführt. Bürgermeister, Pfarrer, Direktoren der Volks- und Hauptschule sowie Schüler der Hauptschule und Zeitzeugen waren anwesend. Von Schülern wurden Texte gelesen und der Chor sang ein Lied.

 

Todesmarsch durch Haag

Bei einem Evakuierungsmarsch von Mödling-Hinterbrühl nach Mauthausen (über Scheibmühl - Kirchberg - Scheibbs - St.Leonhard/Walde - Stadt Haag - St.Valentin-Mauthausen) vom 1. -8. April wurden etwa 1700 Personen auch durch Haag getrieben. In der Schottergrube (heute Tennisplatz) wurde bei strömenden Regen die Nacht von 6.auf den 7. April 1945 verbracht. Am nächsten Tag wurden die KZ-ler durch die Stadt (Jahnstaße - Linzerstraße - Richtung St.Valentin) getrieben. Wer nicht mehr weiterkonnte wurde erschossen und notdürftig am Straßenrand verscharrt. Erst im November 1945 wurden diese Toten am Pfarrfriedhof beigesetzt. Seither erinnert  dieses Grab an die in Haag ermordeten 10 KZ Häftlinge. Jährlich zu Allerheiligen gedenkt die Stadtgemeinde dieser Opfer durch eine Kranzniederlegung.