Haus-Chroniken von Haag

Nach Katastralgemeinden - von damals bis heute

Viehhaltung

Man hält das Rind zum Zweck der Milch- und Fleisch­gewinnung.

Früher hielt man es auch als Zugtier, wobei die verschie­denen Nutzungsmöglichkeiten selten voneinander ge­trennt waren.

Die Nutzviehhaltung, bezogen auf unser Gemeindege­biet, hat sich seit der Jahrhundertwende bei den Rindern nahezu verdoppelt. Bei der Schweinehaltung ist der Stei­gerungsanteil noch viel höher, dagegen ist bei der Zug­tierhaltung (Pferde und Ochsen) ein totales Aussterben eingetreten.

Die folgende Darstellung will dies genauer veranschaulichen:

Viehgattung

1938

1950

1970

1975

1978

1980

Pferde

501

458

5

5

4

8

Ochsen

31

2

-

-

-

-

Rinder (1-2 Jahre): Jungvieh bis zu einem Jahr

322

386

1307

1591

2016

1889

Stiere für Zucht und Schlachtzwecke

147

94

550

870

1203

1221

Kalbinnen

199

250

252

369

242

228

2 Jahre u. älter:
Zuchtstiere

37

36

12

11

35

10

Schlachtstiere

35

36

6

82

125

137

Kalbinnen

73

121

32

66

70

93

Kühe

2635

2391

2933

2558

2107

1992

Rinder gesamt:

3448

3314

5092

5547

5798

5570

Schweine

4212

4554

9911

15.168

15.768

Schafe

53

13

89

95

Ziegen

186

49

37

35

Geflügel

9712

18.097

74.914

73.010

Es gibt Betriebe, die anstelle der Kühe nur Jungstiere oder nur Schweine mästen. Das liegt daran, weil im Milchpreis der hohe Wartungsaufwand zu wenig be­rücksichtigt wird. Die Ferkelzucht wird an weniger Hö­fen betrieben als die Stiermast; doch ist in Einzelfällen ein Jahresanfall bis zu 800 Ferkel gegeben.

Rinderrassen:

1950

1970

1978

1980

Fleckvieh

1933

4575

5485

 

 

 

Keine Aufgliedergung



Braunvieh

886

361

147

Murbodner

282

-

4

Grauvieh

158

76

84

Sonst. Rassen

55

80

78

Insgesamt

3314

5092

5798

5570

Weiters betreiben einige Bauern seit über einem Jahr­zehnt erfolgreich die Geflügelmast und liefern durch­schnittlich pro Hof und Jahr bis zu je 100.000 Stück Junghenderl auf den Markt. Diese Massentierhaltung trifft auch für die Eierproduktion zu. Vereinzelte Höfe halten je 6000 bis 8000 Legehühner.