Haus-Chroniken von Haag

Nach Katastralgemeinden - von damals bis heute

Salaberg 27

EZ. 75, Haus Nr. 1 (früher Nr. 46)

18.8.1913

Kauf

SCHULZ Leopold und Franziska

5.8.1922

Dissolutionsvertr.

SCHULZ Leopold

22.8.1924

Kauf

GEMEINDE WIEN - städtische Elektrizitätswerke

14.10.1940

Kauf

GRABNER Franz und Helene

Die Liegenschaft in Google Maps

Foto © 2009 www.gerhard-obermayr.com

Geschichte

Als zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg die Stromleitungen von Ebelsberg bzw. Ernsthofen Richtung Wien errichtet wurden, kauften die Wiener E-Werke das Objekt. Herr Franz Grabner, der für die Errichtung und später für die Kontrolle der Freileitung zuständig war, wohnte darin und kaufte es später von den E-Werken. Der geborene Zell am Seer heiratete 1939 die Haager Kaufmannstochter Helene Königshofer.

Als sportlich und technisch Interessierter war er der erste Skifahrer in Haag und motivierte viele auf der Premer oder Hollengruber Leite zum Skifahren. Er war auch einer der Ersten, die in Haag ein Motorrad und später auch ein Auto besaßen. In den 20-iger Jahren baute er insgesamt 4 Gleitflugzeuge mit denen er am Rohrberg in St. Valentin und anderen Segelfluggebieten fliegen lernte und als Fluglehrer tätig war. Später machte er  in Stuttgart den Motorfliegerschein und kaufte sich ein Klemm KL 20 Motorflugzeug, das er in Haag im Wagner Stadel stationierte. Von der Grote Wiese aus, erfolgten die Starts und Landungen. Zahlreiche Haager konnten damals zum ersten Mal als Passagiere in die Luft gehen. Als 1938 durch den Anschluss Österreich an das Deutsche Reich die private Fliegerei verboten wurde, zerlegte Franz Grabner sein Flugzeug und versteckte es in verschiedenen Bauernhäusern. Wie es dann nach dem 2. Weltkrieg weiter gegangen ist, lesen sie auf www.flugabenteuer.at