Haus-Chroniken von Haag

Nach Katastralgemeinden - von damals bis heute

Gstetten 52

EZ. 48, Schwabmayer, Wirthschaft Nr. 44 (früher Nr. 51)

Aus dem alten Grundbuch Gleink Haageramt, folio 49 (Seite 1 und 2)
früher "Schwaigmayr Gut und Hofstatt", Paga 2:
(Extract Gstetten Einlage 1)

5. 10. 1681

Trauung

Georg Pruner (2. Ehe) Barbara (Zauchenmayr) uxor

9. 1. 1712

Trauung

Martin Pruner Katharina (Dürnperger) uxor

Kauf?

Peter Kaltenböck Maria uxor

1776
Kaufprotokoll fol.

Kauf 1000fl.

Michael Kaltenbeck Catharina (Stigler) uxor (7. 5. 1776)

Gewährbuch fol. 53

Kauf 1000fl.

Martin Stöckler Catharina (Stiegler, 2. Ehe) uxor
(3. 7. 1798)

Gewährbuch fol. 386

Einantwortung

Martin Stöckler (2. Ehe) Maria uxor (16. 2. 1819)

23. 10. 1838
Gewährbuch fol. 676

Trauung

Johann Rathmayr Maria (Stöckler, 2. Ehe) uxor
(23. 10. 1838)

26. 3. 1847
Gewährbuch fol. 832

Einantwortung

Maria Radmayr Witwe allein

14. 2. 1866
Gewährbuch fol. 632

Einantwortung

Maria Halbmayr

An Zehend: Herrschaft Sallaberg ganzer Zehend.

Aus dem handgeschriebenen "neuen" Grundbuch von Haag:

14. 2. 1866

Einantwortung

HALBMAYER Maria

26. 10. 1866

Ehepakte

ZIERVOGEL Johann (½)

5. 1. 1886

Einantwortung

ZIERVOGL Maria

13. 3. 1896
9. 1. 1896

Einantwortung
Kauf

ZIERVOGL Maria und Anna

6. 4. 1898

Kauf

ZIERVOGL Maria, später verehel. REIZINGER

14. 4. 1898

Ehepakte

REIZINGER Franz (½)

 1925

Einantwortung

REITZINGER Franz

3. 4. 1935

Einantwortung

REITZINGER Josef

21. 6. 1935

Ehepakte

REITZINGER Maria (½)

18. 6. 1957
29. 8. 1957

Einantwortung
Ehepakte / Schenkung

GRUBER Johann, *1932 (¼)
GRUBER Maria, *1936 (¼)

8. 9. 1966
29. 8. 1957

Übergabe
Ehepakte

GRUBER Johann, *1932
GRUBER Maria, *1936

Ausschnitt aus der Urmappe von 1822 © BEV

Aus der Geschichte

Die Hofmark Haag war um 1360 in zwei neue Herrschaften zerfallen. Wenn sich die Inhaber dieser neuen Herrschaften Rohrbach und Salaberg auch noch Ritter nennen, so sind sie im Grunde nicht mehr Ritter im früheren Sinne, dass sie für jemanden Grund und Boden zu verteidigen hätten. Der Name Ritter ist nur mehr ein Titel aus alter Zeit, eigentlich sind die Träger dieses Namens Grundherren und sie streben auch darnach, diese Standeserhöhung durch einen neuen Titel anerkannt zu bekommen; das war ihnen jedoch erst in der Neuzeit vergönnt.

Die Auflösung der Hofmark Haag ging aber auch noch in ganz andere Weise vonstatten. Sie hatte schon früher eingesetzt durch die Schenkungen Bambergs an Gleink. Auf dem Wege der Schenkung wurde weiterhin die Hofmark zersplittert. Ein Nachkomme eines gewissen Bruno hatte bereits im Jahre 1128 einen Hof an der Erla, den Brunhof, für seine Mühewaltung als eine Art Untervogt im Dienste Gleinks geschenkt bekommen. Der Brunhof muss an Heinrich von Grieven aus der Familie de Hage gelangt sein, denn der übergab ihn wieder an das Spital am Pyhrnpaß im Jahre 1259. Garsten erhielt von Bischof Werntho von Bamberg im Jahre 1334 den Hof an der Aiche, auf dem der Bauer Conrad saß, und das Lehen auf der Chaipen mit dem Bauern Ulrich (beide, Aicherbauer und Keipeneder, in der Hofmark Haag gelegen) geschenkt. Es musste dafür alljährlich am Tage der heiligen Margaretha eine Messe für des Bischofs Seelenheil und ebenso alljährlich eine Messe an seinem Sterbetag gelesen werden. Ein paar Monate zuvor war Bischof Werntho in Haag gewesen (am 29. Juli) und hatte alle Schenkungen für Gleink bestätigt.

Gleinks Hofamtmann aus dieser Zeit war Heinrich der Werkgarner, der im Jahre 1340 das Gut am Werichgadem, das er bisher nur zu Landsiedelrecht gehabt hatte, zu Erbrecht geschenkt erhielt und dazu eine Wiese zu Mergerspruck an der Erla und eine bei dem Goglhof. Gleink erhielt dann 1350 das Gut Hag bei Zauchasteg von Berthold von Losenstein. Eine große Schenkung an Gleink erfolgte 1360:43 Weinmar der Teuerwanger, Bürger zur Steyr und seine Hausfrau Kunigunde geben mehrere Güter, bisher Lehen von Bamberg, als Stiftung für Seelenmessen. Diese Güter sind „der Schwaben" (heute Schwabenreit oder Schwabenmaier), Neureith und Schneckenschlag (Ziegelstadel, Katastralgemeinde Gstetten), dazu zwei Güter auf dem Helmprechtsöd in der Wolfsbacher Pfarre (Meilersdorf). So kommt es, dass Gleink fast ein eigenes Herrschaftsgebiet innerhalb der Haager Hofmark entwickeln konnte.


Fotoquelle GISquadrat